CNT unterstützt Amadeu Antonio Stiftung
Im Rahmen ihres gesellschaftspolitischen Engagements fördert die CNT AG die Amadeu Antonio Stiftung, die für ein mutiges und engagiertes gesellschaftliches Handeln gegen rechte Gewalt steht
Karlsruhe, 23.12.2002. CNT, Service Provider für Internet und Telekommunikation, übernimmt für die Amadeu Antonio Stiftung ab sofort kostenlos die technische Betreuung ihres Engagements im Internet.
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - mit Artikel 1 des Grundgesetzes beginnt das Intro der Website der Berliner Organisation gegen rechte Gewalt. Auf der linken Bildseite erscheint ein Foto von Amadeu Antonio ...
Rückblick: Eberswalde in Brandenburg im Jahr 1990: Eine Horde rechter Jugendlicher prügelt Antonio zu Tode - wegen seiner schwarzen Hautfarbe. Sein Sohn, Amadeu Antonio Jr., lernt ihn nie kennen. Er kommt wenige Wochen nach dem Tod seines Vaters zur Welt. Amadeu Antonio Jr. lebt heute mit seiner deutschen Mutter und seinen drei Geschwistern in Brandenburg. Der angolanische Arbeiter war das erste Todesopfer rassistischer Gewalt nach dem Fall der Mauer. Die Berliner Stiftung, die seinen Namen trägt, sammelt seit 1998 Geld für Initiativen, die sich kontinuierlich gegen Rechtsradikalismus und für die Opfer rechter Gewalt einsetzen, und unterstützt damit auch kleinere Initiativen vor Ort.
Die Website informiert ausführlich über bekannte Aktionen wie "Mut gegen rechte Gewalt" und "Rock gegen Rechts". Potentielle Förderer erfahren über die Möglichkeiten der Unterstützung, und mit Informationen über das Projekt "Exit" richtet sich das Angebot nicht zuletzt auch gezielt an Aussteiger aus der rechten Szene.
"Wir freuen uns, ein solches Projekt unterstützen zu können und nutzen die Gelegenheit bewusst, gegen radikale Tendenzen in Deutschland Stellung zu beziehen", erklärt Christian Renze, Vorstand der CNT AG.
Die Website ist erreichbar unter http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/.